Das neue Buch von Marco Schröder
Schreckenszeit 1813 – Ein Seelsorger im Kriegsfeuer
Sächsische Heimatgeschichte
zwischen Osterzgebirge, der Landeshauptstadt Dresden und dem Elbsandstein
Neuerscheinungen
Der Einmarsch in die Sowjetunion, die russischen Winter, die Belagerung von Woronesh, der Rückzug, Kriegsgefangenschaft: Der aus Kleincarsdorf bei Kreischa im Süden Dresdens stammende Karl Eymann, Jahrgang 1917, nimmt den Leser mit in seine Gestohlenen Jahre, mit an die Front und in die Zeit des Zweiten Weltkrieges.
Karls Geschichte ist der Weg eines Funkers der Luftwaffe bei einer Flak-Batterie, der vom Kanonier zum Unteroffizier aufgestiegen ist. Er fand und verlor Freunde und Kameraden. Seine Tagebücher schrieb er nicht im Nachhinein, er schrieb sie vor Ort: in Gefechtspausen, im Unterstand, in schlaflosen Nächten, auf den Fahrten durchs Kriegsgebiet. Einige von ihnen fanden auf unerklärliche Weise den Weg nach Hause und blieben erhalten. Lücken in den Tagebüchern schloß er später durch seine Erinnerungen.
Karl Eymann (1917-1991) war der Sohn eines Maurerpoliers und seiner Frau, die einen kleinen Kolonialwarenladen im Elternhaus in Kleincarsdorf südlich von Dresden betrieb. Nach der Schulzeit wurde er zum Malergesellen, dann erfolgte die Einberufung zum Reichsarbeitsdienst und zur Wehrmacht. 1939 nahm er an der Besetzung der Tschechoslowakei und am Polenfeldzug teil, 1940 am Westfeldzug. Eymann erlebte in unmittelbarer Frontnähe den Krieg im Osten zwischen 1941 und 1944 mit. Aus anfänglicher Begeisterung wurde im Laufe des Krieges Resignation, Verbitterung, Zweifel.
Nach dem Krieg eröffnete er ein erfolgreiches Malerfachgeschäft, das er bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 1982 betrieb. Zeitlebens hatte er eine künstlerisch-gestalterische Ader, die er erst im Rentenalter auslebte. Die Kriegstagebücher hinterließ er seinen nachfolgenden Generationen, die sie nun zur Veröffentlichung freigaben.
Autor: Karl Eymann (1917-1991)
Angaben zum Buch: Hardcover, 484 Seiten, 203 originale Fotos, Karten und Skizzen (farbig, s/w)
Maße: 21,5 x 21,5 x 4,2 cm
ISBN: 978-3-911765-01-5
Eine Fallrecherche zu #Zwangsarbeit und #Verbotenen Umgang im Raum Dresden
Erscheint voraussichtlich 2027
Ein Denkmal im Poisenwald, dessen Geschichte in Vergessenheit gerät:
Adolf Kałwak war einer von 13 Millionen Menschen, die während des Zweiten Weltkrieges aus den besetzten Teilen Europas ins Deutsche Reich verschleppt worden waren, um Zwangsarbeit zu leisten. Er fand seit Mai 1940 auf dem von Ella Berger geführten Bauernhof in Possendorf bei Dresden mitmenschliche und wertschätzende Aufnahme.
Jeglicher vertraute Umgang mit Polen war jedoch verboten. Das respektvolle Miteinander missfiel jemandem im Dorf: Ella Berger und Adolf Kałwak wurden nicht nur denunziert, ihnen wurde ein intimes Verhältnis unterstellt. Zuständig für derartige „Delikte“ war die Geheime Staatspolizei.
Vor den Augen seiner Landsleute die wurde Kałwak gehenkt.
Ella Berger wurde von der Gestapo zu einer freundlichen Aussprache vorgeladen. An Leib und Seele gebrochen kehrte sie nach über einem Jahr aus dem Konzentrationslager zurück. Sie war geschieden worden, entehrt, entrechtet und verpöhnt. Doch die Gestapo kam wieder: Im Januar 1945 wurde sie wieder ins KZ Ravensbrück deportiert. Seitdem ist sie verschollen.
War die Verfolgung der beiden ein Einzelfall? Autor und Heimatforscher Matthias Schildbach geht in diesem Buch dem Thema Zwangsarbeit in der damaligen Gemeinde Possendorf-Wilmsdorf auf den Grund. Abgründe der Menschlichkeit taten sich vor ihm auf. Folter, KZ-Haft, Entmenschlichung – Werkzeuge des Nationalsozialismus – aber genauso Denunzierung, Rache und Verrat durch eigene Nachbarn. Er wertete bereits vorliegendes Archivmaterial aus und suchte nach Antworten auf drängende, bislang unbeantwortete Fragen.
In Polen und Sachsen spürte er die Familien von Adolf Kałwak und Ella Berger auf und brachte sie mit einer einmaligen Gemeinschaftsaktion der Kommunen Bannewitz, Rabenau und Rduniki (Polen) bei einer bewegenden Gedenkveranstaltung am Hinrichtungsort Kałwaks zusammen.
Dieses Buch ist keineswegs ein nüchternes Sachbuch. Es ist eine hochemotionale Recherchereise des Autors auf der Suche nach zwei verschollenen Seelen und dem Leid, das noch immer in den Familien gegenwärtig ist.
Autor: Matthias Schildbach
Der 17. April 1945 über der Dippoldiswalder Heide
Ein fataler Bomber-Zusammenstoß 1945, Sachsens größte Bombenbergungsaktion und ein ungesühnter Fliegermord, dessen Täter erst durch die Recherchen zu diesem Buch ermittelt werden konnte.